Streichelzoos und Freiwilligenarbeit

Neugeborene Löwenbabys werden im Alter von nur wenigen Tagen der Mutter entrissen. Dies führt zu extremen psychischen Belastungen sowohl für die Mutter als auch für die Löwenjungen.

Die Mutter wird daraufhin gezwungen, immer weiter Junge zu produzieren – etwa 2 bis 3 Würfe in einem Jahr. Das ist extrem unnatürlich. In freier Wildbahn bekommt eine Löwin nur jedes zweite oder dritte Jahr Nachwuchs. Touristen wird erzählt, dass die Mutter ihre Babys verstoßen hat oder dass sie verstorben ist. Statt Muttermilch bekommen die Löwenjungen Kuhmilch und später kein rotes Fleisch, sondern überwiegend Hühnerfleisch. Diese Ernährung macht die Tiere anfällig für Krankheiten und schwächt die Knochen.

Die Aufzucht von Jungtieren bringt Löwenzüchtern viel Geld ein. Löwenzüchter nutzen Freiwillige um die Löwenbabys zu versorgen und sie von Hand aufzuziehen.

Volontäre glauben naiv daran, dass diese Tiere irgendwann ausgewildert werden. Löwen, die nicht in einer natürlichen Sozialgruppe aufwachsen und von Hand aufgezogen werden, können nie ausgewildert werden.

Clevere Löwenzüchter verlangen daher pro Freiwilligen durchschnittlich 800 Euro pro Woche, um sich um die jungen Löwen “kümmern” zu können. Bei einem Durchschnitt von 5 Freiwilligen pro Woche entspricht dies einem Einkommen von 208.000 € / Jahr.

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Main image courtesy of Stichting SPOTS, image below courtesy of Sarah Dyer