Knochenhandel

Tigerknochen werden seit Jahrhunderten in der traditionellen chinesischen Medizin verwendet. In einigen asiatischen Ländern herrscht nach wie vor der Glaube, dass die Körperteile eines Tigers u. a. Krankheiten heilen, Beschwerden lindern und die Potenz erhöhen können. Der Tiger gilt als gefährdete Tierart und steht daher unter Schutz: seitdem boomt der Handel mit Löwenknochen. Löwenknochen sind sehr schwer von den Knochen eines Tigers zu unterscheiden und da die Meinung herrscht, dass sie eine ähnlich heilende Wirkung wie Tigerknochen haben, sind sie bei den Händlern genauso beliebt.

Bedauerlicherweise ist sowohl die Gatterjagd als auch der Handel mit Skeletten von gezüchteten Löwen legal in Südafrika. Das internationale Artenschutzübereinkommen CITES, auch bekannt als „Washingtoner Artenschutzübereinkommen“, reglementiert den internationalen Handel von gefährdeten Tier- und Pflanzenarten. Bei der letzten CITES Konferenz 2016 in Johannesburg wurde beschlossen, Südafrika den Handel mit Skeletten von gezüchteten Löwen weiterhin zu erlauben. Im Sommer 2018 hat Südafrika die genehmigte Exportquote von Löwenskeletten von 800 auf 1.500 pro Jahr angehoben. Diese Quote wurde im November 2018 wieder auf 800 Skelette zurückgesetzt.

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Main image courtesy of SPCA Bloemfontein

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